Kleines Wasserlexikon

Aluminium
Aluminium, chem. Al 13, ist ein Leichtmetall und ein natürlicher Bestandteil im menschlichen Körper. Es kommt im Oberflächen- und Grundwasser vor. Pflanzen nehmen es über den Boden auf. Der Grenzwert im Trinkwasser liegt lt. Trinkwasserverordnung bei 0,2 mg/l. Geringe Mengen werden vom Körper ausgeschieden und gelten daher als unschädlich. Es wird jedoch untersucht, ob größere Aluminiummengen unter bestimmten Umständen, z.B. bei Nierenschäden oder Alzheimer, schädlich sein können.

 

Arsen
Arsen, chem. As 33, ist ein Spurenelement. Einerseits kommt das Halbmetall natürlicherweise in geringer Menge im Boden vor und gelangt durch Verwitterung und Auswaschung ins Grundwasser., andererseits enthalten mineralische Düngemittel Arsen und bei intensiver Nutzung kann mehr Arsen ins Grundwaser gelangen. Die Konzentration im Trinkwasser ist jedoch sehr gering. Der Grenzwert im Trinkwasser liegt lt. Trinkwasserverordnung bei 0,01 mg/l. Nur bei viel höherer Dosierung ist Arsen giftig.

 

Blei
Blei, chem. Pb 82, ist ein Schwermetall und nicht von Bedeutung im menschlichen Körper. Im Gegenteil zu hohe Bleikonzentrationen führen zu einer Bleivergiftung. Der Grenzwert im Trinkwasser liegt lt. Trinkwasserverordnung bei 0,1 µg /l. Von Natur aus kommt Blei im Boden nur in geringer Konzentration vor. Jedoch war es bis 1973, vor allem in Nord- und Ostdeutschland, üblich Wasserrohre aus Blei in Häuser einzubauen, was zu höheren Bleiwerten im Trinkwasser führte. Heutzutage sind Bleirohre nicht mehr erlaubt.

 

Elektrische Leitfähigkeit
Reines Wasser leitet keinen Strom. Erst durch das Vorkommen von Hydrogenkarbonat (umgangssprachlich Kalk), Mineralien, Kalzium, Magnesium, Cholriden, Nitraten, Sulfaten, Stickstoff und Schwefelsalzen oder durch Verunreinigungen wie z.B. organische Keime und Dreck wird Wasser leitfähig. Je mehr gelöste Stoffe (TDS) die Wassermoleküle enthalten, desto höher ist der Leitwert. Der Leitwert sagt nichts über die Zusammensetzung des Wasser aus. Dafür ist eine Laboranalyse notwendig. Aber der Leitwert ist ein guter Indikator. Je niedriger der Leitwert ist, desto weniger Stoffe sind enthalten und umso reiner ist das Wasser. Auch reines Wasser hat einen geringen Leitwert, da Wasser immer Fremdteilchen anzieht. Übrigens. Hormone und Pestizide leiten ebenfalls keinen Strom.

 

TDS
= engl.:Total Dissolved Solids (dt.: gesamte gelöste Feststoffe). Der TDS Wert wird in ppm (= parts per million) oder Mikrosiemens (µS) angegeben. Der Wert gibt keine Auskunft, welche Stoffe im Wasser gelöst sind, sondern misst über die elektrische Leitfähigkeit die Anzahl der festen Stoffen, z.B. Mineralien, Salze, Ionen im Wasser. Mit Hilfe eines TDS-Messgerätes wird z.B. Osmosewasser geprüft. Osmosewasser hat einen niedrigen ppm-Wert. Steigt dieser Wert ist es ein Hinweis, dass die Osmosemembrane gewechselt werden sollte.

 

Trinkwasserverordnung
Mit der Trinkwasserverordnung setzt die Bundrepublik Deutschland die EG-Richtlinie (Richtlinie 98/83/EG) zur Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch in nationales Recht um. Die Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung – TrinkwV) regelt die Beschaffenheit des Trinkwassers, die Aufbereitung des Wassers, die Pflichten der Wasserversorger und die Überwachung des Trinkwassers.

 

Wasserhärte
Unser Trinkwasser wird in drei Härtegrade – weich, mittel und hart – eingeteilt. Der Begriff beschreibt ein komplexes System chemischer Gleichgewichte im Wasser. Im Alltag sind die Gesamthärte (umgangssprachlich ist die Konzentration von Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser gemeint) und die Carbonathärte (Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht) interessant.